Pressemitteilungen 2010
>Interview in der HNA vom 02.07.2010
>Kritik
an G8
Die Schüler Union, Hessens größte
Schülervereinigung, kritisiert die
Unterschriftensammlung der Landesschülervertretung und des
Landeselternbeirats gegen das verkürzte Abitur G8. Die Initiatoren
wollen damit eine Rücknahme von G8 und eine Rückkehr zu dem Abitur in
13 Jahren erreichen.
Die Schüler Union Hessen sieht die Unterschriftenkampagne unter
zweifelhaften Licht, da in den meisten Schulen die Schüler weder über
den Sachverhalt aufgeklärt, noch klare Alternativen präsentiert würden.
Aus Sicht der Schüler Union Hessen ist G8 sinnvoll, jedoch seien in der
Umsetzung Fehler unterlaufen, die noch nicht abschließend behoben
worden sind. Die Kreisvorsitzende der Schüler Union Kassel, Miriam
Pilatzki, erklärt dazu: “Das verkürzte Abitur G8 ist auch in Hessen
sinnvoll und notwendig. Im internationalen Vergleich und in den meisten
deutschen Bundesländern ist eine verkürzte gymnasiale Schulzeit längst
umgesetzt. Gerade in den neuen Bundesländern existiert ein großer
Erfahrungswert über die gymnasiale Schulzeitverkürzung aus den letzten
Jahren, der sehr positiv ausfällt. Ein Rückschritt zu G9 wäre deshalb
den hessischen Schülern gegenüber unverant-wortlich. Wir brauchen
jedoch endlich eine sinnvolle Straffung der Lehrpläne, damit Druck von
Lehrern, Eltern und Schülern genommen wird. Die Öffentlichkeit darf
nicht getäuscht werden, indem manche politische Akteure G8 zum
Sündenbock für alle Probleme im Schulsystem und auch für teilweise
falsche Schulformentscheidungen der Eltern machen“.
Nach Meinung der Schüler Union Hessen seien die Schulen bei der
Einführung von G8 überfordert gewe-sen, sodass zu den überfrachteten
Lehrplänen auch noch Probleme an den Schulen selbst hinzukamen.
Die
Schüler Union Hessen setzt sich für eine attraktivere Gestaltung des
Mittags- und Pausenangebot an allen Schulen ein, um gute
Rahmenbedingungen für G8 und ein stressfreies Lernen zu schaffen. Dabei
müsse die Kooperation der Schulen mit Vereinen, besonders Sport- und
Musikvereinen, flächendeckend ausgebaut werden.
>SV-Reform
Schüler Union fordert Reform der hessischen Schülervertretung
Miriam Pilatzki: „Wir brauchen ein demokratisches, transparentes und effizientes System der Schülervertretung, an dem alle Schüler teilhaben“
Die Schüler Union (SU), Hessens größte Schülervereinigung, fordert eine Reform der Schülervertretung und kritisiert das bisherige Rätesystem als untransparent, undemokratisch und ineffizient. Auf einem Landesausschuss wurde daher ein umfangreiches Forderungspapier beschlossen, welches bereits mit Bildungspolitikern verschiedener im Hessischen Landtag vertretender Parteien diskutiert wurde.
Die Kreisvorsitzende der Schüler Union Kassel, Miriam Pilatzki, erklärt hierzu: „Das System der hessi-schen Schülervertretung wird insbesondere auf Stadt-, Kreis- und Landesebene seinen Aufgaben nicht gerecht und ist dringend reformbedürftig. Um die Akzeptanz der Schülervertretung in der Schülerschaft zu erhöhen brauchen wir ein transparentes System an dem alle Schüler beteiligt werden. Das bisherige Räte- und Delegiertensystem hat ausgedient, da es einen Großteil der Schüler von der schulischen Mitbestimmung ausschließt und somit auch ein großes Desinteresse an der Arbeit der Schülervertretung besteht. Gerade weil wir als Schüler Union auch selbst zahlreiche aktive Schülervertreter in unseren Reihen haben, ist es uns ein besonderes Anliegen die Unzufriedenheit in der Schülerschaft aufzugreifen und eine Reform anzustoßen.“
Aus diesem Grund spricht sich die Schüler Union Kassel für eine grundlegende Reform aus. Im Vordergrund des Konzepts steht die parlamentarische Gestaltung der Stadt- und Kreisschülerräte sowie des Landesschülerrates. Durch ein direktes Listenwahlsystem, das eine demokratische Diskussionskultur und eine gerechtere Repräsentation der Schülerinteressen ermöglicht, sollen zukünftig alle Schüler ihre Vertreter in Stadt-, Kreis-, und Landesschülerrat wählen können. Dadurch würde das bisherige Delegiertenwahlsystem abgelöst werden, bei dem der einzelne Schüler nahezu keinen Einfluss auf die Wahl seiner Vertreter in die jeweiligen Gremien hat. Auch setzt sich die Schüler Union dafür ein, dass zukünftig alle Schüler einer Schule ihren Schulsprecher wählen können.
Eine weitere Forderung ist die Abschaffung der Kreisverbindungslehrer und Landesbeiräte, die wieder eine uneingeschränkte Unterrichtsverpflichtung erhalten sollen. Die Kreisvorsitzende, Miriam Pilatzki, verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene selbstständige Schülervereinigungen, um zu zeigen, dass Schüler nicht unbedingt die Unterstützung von Lehrern als Aufsichtspersonen benötigen, sondern Eigenverantwortlichkeit sehr positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsbildung und Kompetenzerweiterung der Engagierten habe.
Pilatzki betont abschließend: „Nur durch eine Reform lässt sich innerhalb der Schülervertretung die erforderliche Transparenz garantieren. Bislang kennt der Durchschnittsschüler seine Vertreter auf Stadt-, Kreis- und Landesebene nicht. Diese Situation muss schnellstmöglich verbessert werden. Schule hat heute unter anderem die wichtige Aufgabe das Demokratiebewusstsein junger Menschen zu formen. Daher muss gerade die Arbeit der Schülervertretung, insbesondere auf Stadt-, Kreis- und Landesebene auf einer demokratischen Basis aufbauen und darf nicht die Schüler von der Mitbestimmung ausschließen.“
>Schüler Union Kassel mit neuem Kreisvorstand
Die Schüler Union Kassel wählte am 26.03.2010 ihren Kreisvorstand neu.
Nach zweijähriger Amtszeit des ehemaligen Kreisvorsitzenden Martin Loka wurde Miriam Pilatzki für die Aufgabe der Kreisvorsitzenden gewählt.
„Ich freue mich über die Zustimmung der Mitglieder und sehe auf eine gute Zusammenarbeit im Kreisvorstand voraus.“, erklärte die neugewählte Kreisvorsitzende nach der Wahl.
Als Stellvertreter wurden neu in den Kreisvorstand Niels von Kieckebusch und Dominik Pilatzki gewählt.
Die Ämter der Beistzenden bekleiden: Marco Altendorf, Jannis Bachmann, Fabian Böhles und Felix Toepsch.
© 2010 SU Kassel